Reise 1: Rio Pinturas, Trekking durch den farbigen Canyon in Argentinien und Eisfeld in Chile


Teil 1
Start der Reise ist in Coyhaique in Chile bei unserer langjährigen Freundin Irene, die in dieser kleinen Stadt eine Hospedaje betreibt.

Per Fahrzeug geht es über die Anden nach Argentinien zum Ort Perito Moreno, wo wir uns mit Verpflegung für 2 Wochen eindecken. Weiter geht’s auf der asphaltierten Ruta 40 südwärts bis zur Estanzia Casa de Piedra, dem Startpunkt zu unserer 10-tägigen Wanderung. Die Estanzia bietet nochmals etwas Komfort mit Dusche und windgeschützten Campstellen in einer grünen Oase.

Ein munterer Kleiner Bach fliesst an der Estanzia vorbei und verschwindet in einer kleinen Schlucht – dort führt unser Weg hin. Insgesamt werden wir zu Fuss 160 Km zurücklegen. Der Canyon wird immer tiefer, die Berge immer spektakulärer und die Gesteinsformationen haben alle Farben. Daher auch der Name Rio Pinturas. Nach ca. zwei Tagen kommen wir bei der "Cueva de los Manos" vorbei, die Höhle mit den historischen Handmalereien. Auch wenn wir durch trockenes Gebiet wandern, ist der Talgrund auf weiten Strecken ganz überwachsen mit Bäumen. Der kleine Bach begleitet uns auf der ganzen Strecke. Ab und zu werden wir Vorposten von anderen Estanzias passieren. Das Wandergelände ist meistens flach und einfach zu begehen. Wobei es vorkommen kann, dass wir das eine oder andere mal den Bach durchwaten müssen. Die Strömung und die Wassertiefe sind minimal. Auf Grund der sicher trockenen Wetterlage benötigen wir nicht unbedingt ein Zelt, eine einfache Plane würde auch ausreichen. Die Nächte können aber etwas kühl werden, ein guter Schlafsack ist nötig.

Am Ende der Wanderung erreichen wir die abgelegene Raststätte "El Puma" an der Ruta 43, wo wir mit dem öffentlichen Bus zurück nach Perito Moreno fahren können.

Ruhetag und Rückholen unseres Fahrzeuges bei der Estanzia durch Oppi.

(Beim Trekkingteil handelt es sich teilweise um eine Pilottour)

Teil 2
Wir überqueren die Anden über einen abgelegenen Grenzübergang wo wir viele Guanacos beobachten können. Der nächste Zwischenstopp ist im Pionierdorf Cochrane wo wir uns wieder mit Verpflegung eindecken können. Wir befinden uns nun im wasserreichen, grünen Chile und wollen unsere Füsse etwas schonen. Ein mehrtägige einfache Kanufahrt bringt uns auf verschiedenen Flüssen bis in den Pazifik runter zum Pfahlbauerdorf Caleta Tortel. Ein einzigartiges Dorf mit sehr spezieller Ambiance. Es gibt hier keine Strassen und Autos, die Häuser sind nur über hölzerne Laufstege oder per Boot zu erreichen. Sofern das Wetter mitmacht, unternehmen wir eine zweitägige Tour mit Motorkahn und Kanu zum grossen Steffensgletscher. Paddeln zwischen den Eisbergen. Die letzten Tage verbringen wir dann noch auf der Farm von Don Pedro, wo wir in schönster Umgebung wandern, Kanufahren oder reiten können. Rückreise nach Coyhaique.

Optionen für Teil 2

  • Aktiv Abenteuer: Paddeltour auf dem Rio los Nadis und Rio Baker nach Tortel, total 6 Tage und Besuch des Steffens Gletschers am nördlichen Eisfeld von Chile. (Kombination Motorboot und Tageswanderung)
  • Gemütlich komfortabel: Autofahrt über den südlichsten Teil der wilden Carretera Austral nach Villa O'Higgins. Tageswanderungen und kurze Kanutour auf dem Rio Mayer. Motorbootausflug über den sturmgepeitschten Lago O'Higgins zum gleichnamigen Gletscher.
  • Aktiv Abenteuer: Befahrung des Rio Palena nördlich von Coyhaique auf chilenischer Seite. 4 Tage auf dem Fluss von La Junta bis Raul Marin Balmaceda an der Pazifikküste. Grosser Fluss mit rascher Strömung und kleinen Stromschnellen, Dschungelpassagen vor der Mündung ins Meer, in Urwald versteckte heisse Quellen zum Baden, Seelöwen und Pinguinen an der Pazifikküste.

Beste Reisezeit: Dezember bis März

Dauer der Reise: Teil 1 = 2 Wochen, Teil 2 = 2 Wochen, Total 4 Wochen

Anforderungen: Kondition, Ausdauer und Trittsicherheit zum Wandern. Kanuerfahrung Fluss, Stufe Aufbaukurs.

Facts: Wenig Autofahren, Wenig Komfort, viel Natur, viel Ruhe, viel Camping.

Highlights: Monumentaler farbiger Canyon, die Ruhe der trockenen Pampa, Paddeln zwischen Eisbergen, Pfahlbaudorf Tortel und die Farm von Don Pedro.

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